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Thomas Gysin, Gysin-Eventtechnik GmbH

Thomas Gysin, Gysin-Eventtechnik GmbH

  • Auf das Ganze zu gehen birgt natürlich immer ein Risiko und die Möglichkeit des Scheiterns lässt sich nie ganz ausklammern, doch gerade im Beruf, der einen so grossen Teil des Lebens ausmacht, ist das riskante Spiel oft verknüpft mit dem mittel- und langfristig höheren Gewinn

Der Traum der Freiberuflichkeit

Thomas Gysin hat es gewagt und sich beruflich neu orientiert. Keine einfache Entscheidung, denn für ihn bedeutete das nicht nur den Wechsel von einem sicheren Anstellungsverhältnis in die unsichere und schwerer planbare Freiberuflichkeit, sondern auch, dass er die Weiterbildungen, die er für den Berufswechsel benötigte, selber finanzieren musste. Doch diese Unsicherheiten auszuhalten, hat sich für den 27-jährigen gelohnt. War er früher in der Sicherheitsbranche tätig, ist er heute, gemeinsam mit seinem Bruder, der Inhaber einer GmbH, die ihm ermöglicht flexibel Aufträge als Tontechniker in der ganzen Schweiz anzunehmen. Die Geschichte von Thomas Gysin zeigt, dass man manchmal Umwege gehen muss, um zu seinem Ziel zu gelangen, denn er sagt: „Ich habe bereits während meiner Lehre nebenbei als Tontechniker gearbeitet, und auch wenn ich den Beruf für eine Weile aus den Augen verloren habe, war es immer mein Traum, professionell in der Branche zu arbeiten.“

Geplantes Risiko

Auf das Ganze zu gehen birgt natürlich immer ein Risiko und die Möglichkeit des Scheiterns lässt sich nie ganz ausklammern, doch gerade im Beruf, der einen so grossen Teil des Lebens ausmacht, ist das riskante Spiel oft verknüpft mit dem mittel- und langfristig höheren Gewinn. Und, auch das wird an Thomas Gysin’s Geschichte deutlich, man kann das Risiko minimieren, indem man seine nächsten Schritte gut plant. Denn er obwohl er schon früher nebenbei als Tontechniker arbeitete, hat er für den Branchenwechsel auch noch eine weitere Ausbildung als „Tontechniker mit eidg. FA“ absolviert, um sich zu professionalisieren und so den Grundstein für eine erfolgreiche Selbstständigkeit zu legen.

Berufspraxis als Weiterbildung

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Doch der Berufswechsel und die damit einhergehende neue Selbständigkeit sind nicht das Ende der Weiterbildungen für Thomas Gysin, denn er arbeitet in einer fortschrittsorientierten Branche: „In der Ton- und Veranstaltungstechnik wird man immer wieder mit neuen digitalen Technologien konfrontiert, mit denen man sich auseinandersetzen muss, wenn man am Ball bleiben möchte.“ Als Freelancer muss er sich um die Erweiterung seines Leistungsportfolios also konstant selber kümmern und immer wieder neu entscheiden, welche Fortbildungen im Kontext der GmbH von ihm und seinem Bruder Sinn machen. Dabei hilft ihm besonders die Berufspraxis, da es in der Schweiz für Berufe in der Tontechnik nur „wenige Möglichkeiten einer zertifizierten Weiterbildung gibt.“ Diese praktische und auf Eigeninitiative basierende Form der Weiterbildung fördert Unabhängigkeit und eine persönliche Weiterentwicklung. Und, wie Thomas Gysin sagt: „Mit fortschreitender Professionalisierung ergeben sich immer wieder anspruchsvollere Aufgaben, für die meine Auftraggeber mich einsetzen können. Sie ist ein Türöffner für komplexere Projekte.“

 

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