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Peter Geissmann, Groupe Mutuel

Peter Geissmann, Groupe Mutuel

  • Ergänzend zu der schulischen Weiterbildung durch ein Masterstudium hat Peter Geissmann an sogenannten „Innovationsprojekten“ seines Arbeitgebers teilgenommen
  • Die Abstraktion eines allgemeingehaltenen Studiums in eine „hands-on“-Mentalität umzumünzen ist eine grosse Herausforderung, aber gibt auch die Möglichkeit, Synergien zu kreieren

Zwischen Theorie und Praxis

Die Entscheidung für ein Studium legt den Grundstein für alles, was danach kommt und will deswegen wohl überlegt sein. Und da die Perspektiven immer individuell sind, gibt es gute Argumente, die für ein spezialisiertes Studium sprechen genauso wie für einen allgemeineren Start, auf dem man mit spezifischen Weiterbildungen zu einem späteren Zeitpunkt in der Karriere aufbauen kann. Ein Bachelorstudium in BWL beispielsweise ist auf Grund der breiten Anlage zu Beginn sinnvoll, doch, und davon erzählt Peter Geissmann, der für die Groupe Mutuel als Spezialist für Schadensfälle tätig ist, „gibt es in der Schweiz mittlerweile zu viele Personen, die ein solches Studium absolvieren“, weshalb er sein Wissen mit gezielten Weiterbildungen während des Berufes vertieft hat; und darüber hinaus trotzdem noch berufsbegleitend ein BWL-Masterstudium in der konkreten Spezialisierung des Corporate Business Developments absolviert hat.

Gelerntes Wissen innovativ angewendet

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Ergänzend zu der schulischen Weiterbildung durch ein Masterstudium hat Peter Geissmann an sogenannten „Innovationsprojekten“ der Groupe Mutuel teilgenommen. Diese Innovationsprojekte verlangten es, offen für „kreative und verrückte Ideen zu sein, die, auf Grund des gelernten Wissens aus dem Studium vielleicht als unmöglich erschienen.“ Dass es aber Schnittmengen zwischen dem Studium und Innovationsprojekten gab, wurde bisweilen erst auf den zweiten Blick klar: „Bei einem BWL-Studium kann man zwar in den seltensten Fällen das ganze Wissen auch im Job anwenden, da man ein grosses Gebiet bearbeitet, aber es gab immer wieder Situationen, wo mir erlernte Inhalte und Methoden halfen, ein Problem zu lösen.“ Die Abstraktion eines allgemeingehaltenen Studiums in eine „hands-on“-Mentalität umzumünzen ist eine grosse Herausforderung, vor allem in der Wirtschaft, doch durch solch offen formulierte Angebote wie die Innovationsprojekte der Groupe Mutuel scheint ein guter Weg gefunden worden zu sein, Synergien zu nutzen. Das Ziel der Projekte ist „die Erarbeitung neuer Geschäftsmodelle für noch bessere Produkte und eine strategische Diversifikation“ und sie sind, das sagt ja auch schon der Name, grundlegend zukunftsorientiert. Big Data, das Internet of Things und die Blockchain-Technologie sind nur einige der Stichworte, die die gesamte digitale Transformation betreffen und die auch in den Innovationsprojekten auf ihre Potenziale überprüft werden. Und für die Überprüfung solcher Zukunftstechnologien und deren Sinn (oder Unsinn) für Peter Geissmanns Arbeitgeber, halfen ihm Fähigkeiten und Wissen aus dem BWL-Studium, wie zum Beispiel das „Design Thinking und Innovations- und Projektmanagement.“ Es zeigt sich also, dass es auch am Unternehmen liegt, Wege zu finden, das Wissen aus Studiengängen sinnvoll und innovationsorientiert in ihre eigenen Unternehmenskulturen zu integrieren. Denn so profitieren auf lange Sicht alle: die Studierenden, weil sie sich sicher sein können, dass das Gelernte auch Anwendung finden kann und die Unternehmen, weil sie frische Ideen für die Optimierung ihrer Prozesse bekommen.

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