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Pascale Vonmont, Gebert Rüf Stiftung

Pascale Vonmont, Gebert Rüf Stiftung

  • Pascale Vonmont, die als Direktorin bei der Gebert Rüf Stiftung arbeitet, erzählt von dem Vorhaben, die Stiftung als „Smart Foundation“ zu etablieren, die die digitale Transformation nutzt, um das „gemeinnützige Wirken zu stärken.“

Stiftungen, digital transfomiert

Stiftungen haben eine lange Tradition, die bereits im Mittelalter ihren Ursprung fand. Und im weltweiten Vergleich ist das Stiftungswesen nirgendwo so relevant, wie in der Schweiz. Der vor kurzem von SwissFoundations veröffentlichte Schweizer Stiftungsreport 2019 verweist auf 13’169 gemeinnützige Stiftungen, was dem Land die Spitzenposition im internationalen Vergleich beschert: die Schweiz weist pro Kopf sechsmal mehr Stiftungen auf als die USA oder Deutschland. Im Zuge dieser Beobachtung ist es natürlich naheliegend, das ebenfalls in der Schweiz daran gearbeitet wird, die digitale Transformation für ein effizienteres und zukunftsorientiertes Stiftungswesen nutzbar zu machen. Pascale Vonmont, die als Direktorin bei der Gebert Rüf Stiftung arbeitet, erzählt von dem Vorhaben, die Stiftung als „Smart Foundation“ zu etablieren, die die digitale Transformation nutzt, um das „gemeinnützige Wirken zu stärken.“

Innovativ in der Förderung, innovativ in den Strukturen

Eine der grössten Herausforderungen für Stiftungen ist das Erzielen einer Wirkung. Wirkung im Sinne von zielgerichteter Förderung, im Sinne des Erreichens einer Öffentlichkeit und im Sinne einer wirksamen Vermittlung der eigenen Stiftungsidee. Die Hoffnung von Pascale Vonmont, die sie, in Absprache mit den anderen Personen der Geschäftsleitung sowie dem Stiftungsrat, zu dem Versuch führte, die Gebert Rüf Stiftung zu einer Smart Foundation zu transformieren ist die Tatsache, dass die Digitalisierung mit ihren „Tools und Mindset einen entscheidenen Beitrag im Streben nach diesen Wirkungen leisten kann.“

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Die Gebert Rüf Stiftung ist die grösste private Wissenschafts- und Innovationsstiftung der Schweiz und wurde 1997 gegründet. Wie der Förderungssektor bereits impliziert, ist die Projektförderung verknüpft mit innovativen und zukunftsorientierten Themen. Es liegt also nahe, auch die Stiftung selbst im Zuge dieser Entwicklung fortschrittlich zu positionieren. Dass damit Herausforderungen einhergehen, steht ausser Frage, denn, wie Pascale Vonmont erzählt, verlangt es „eine grosse Offenheit, Prozesse neu zu denken und die Comfort Zone zu verlassen.“ Überzeugungsarbeit leisten, um neue Strukturen zu etablieren, ist eine Fleissarbeit, aber eine, die sich zumeist auszahlt. Und zur Etablierung solch neuer Strukturen ist eine gute Planung und Selektion sinnvoller Tools wichtig, und diese „braucht Zeit und Ressourcen.“ Zwei Dinge, von denen immer mehr zur Verfügung stehen sollte. Doch sobald neue Strukturen etabliert sind und die neue Wirksamkeit sowie Effizienzsteigerung sichetbar wird, weiss man, warum man die Mühen auf sich genommen hat. Pascale Vonmont erwähnt, dass es mehr Zeit für „die inhaltliche Arbeit gibt, dank der Nutzung digitaler Technologien“, und dass die Transformation zur „Smart Foundation“ ihr persönlich ein grösseres Verständnis für „führende digitale Basistechnologien wie Blockchain, Artifical Intelligence und Machine Learning“ gegeben hat. Es scheint, die Gebert Rüf Stiftung, und mit ihr ihre Mitarbeitenden, ist fit für die Zukunft.

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