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Ivano Camporini, Migrol AG

Ivano Camporini, Migrol AG

  • Der Werdegang des 54-jährigen Ivano Camporinis erzählt eine Geschichte, die geprägt ist von äusseren Umständen, Neuorientierungen und späten Erfolgen

Das Glück ist mit den Tüchtigen

Es liegt einfach nicht immer in der eigenen Hand. Der Werdegang des 54-jährigen Ivano Camporinis erzählt eine solche Geschichte, die geprägt ist von äusseren Umständen, Neuorientierungen und späten Erfolgen. Seine Vita, die mit der Ausbildung zum Automechaniker ihren Ursprung fand, führte ihn vor 26 Jahren als Teamleiter zur betriebseigenen Garage des Schweizerischen Bankvereins (SBV). Die Garage wurde in Folge der Fusion mit der UBS im Jahre 2009 geschlossen und Ivano Camporini durchlief verschiedene Coachingprogramme, um als Logistiker im Gold- und Geldlager der UBS zu arbeiten. Auch hier war er mit internen Umstrukturierungen konfrontiert und schulte 2014 erneut um, indem er erfolgreich eine Ausbildung zum Hauswart absolvierte. Er rekapituliert diesen Moment, und was danach kam, folgendermassen: „Trotz der zusätzlichen Ausbildung gelang es mir nicht, in einer Verwaltung oder Schule als Hauswart zu arbeiten. Da ich mit der potenziellen Arbeitslosigkeit konfrontiert war, fing ich zu einem geringeren Lohn als Verantwortlicher der Waschstrasse bei einem bekannten Garagisten an. Bei dieser Arbeit war ich dem Wetter, der Kälte, der Nässe und der Sommerhitze ausgesetzt. Darum entschloss ich mich, noch eine Ausbildung nach Artikel 15 der Verordnung über elektrische Niederspannungsinstallationen (NIV) zu absolvieren und bestand die Prüfung im Alter von 54 Jahren. Durch diese spezielle Weiterbildung mit Abschlussprüfung, bekam ich die Chance bei der Migrol AG als Spezialist für Wärmepumpenboiler zu arbeiten, eine Position, die ich bis heute bekleide.“

Zufällige Gespräche mit Folgen

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Auf dem Weg zu seiner derzeitigen Anstellung erfuhr Ivano Camporini einige Rückschläge, ohne jedoch jemals die sprichwörtliche Flinte ins Korn zu werfen. Und sein Durchhaltevermögen hat sich gelohnt, denn er übt heute einen Beruf aus, in dem er „täglich mit interessanten Menschen in Kontakt kommt, die auf meine Arbeit angewiesen sind.“ Dass er bei der Migrol AG anheuerte, hat er dem zufälligen Gespräch mit einem Bekannten zu verdanken. Dieser wies ihn auf die Stellenausschreibung hin und erwähnte, dass die Anschlussbewilligung NIV 15, die Anstellungsbedingung war, äusserst rar und Fachleute schwer zu rekrutieren sein. So rar, dass die Migrol AG Ivano Camporini zusicherte, ihn anzustellen, wenn er die Ausbildung absolvierte. Und er sagt: „Die Migrol AG beteiligte sich ausserdem in grossem Masse an den Ausbildungskosten.“ Ein Happy End einer turbulenten Biographie, die zeigt, um es mit den eigenen Worten Ivano Camporinis zu sagen, dass „es sich lohnt, niemals den Kopf hängen zu lassen.“

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