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Balzer Arpagaus, Weisse Arena Bergbahnen AG

Balzer Arpagaus, Weisse Arena Bergbahnen AG

  • Die künstliche Beschneiung von Skigebieten ist ein verhältnismässig neues Phänomen und hat sich im Arbeitsgebiet von Balzer Arpagaus interessanterweise ungefähr im selben Zeitraum (und ähnlich rapide) entwickelt wie das Internet
  • Er ist für die Weisse Arena Bergbahnen AG in Laax als „Frau Holle“ tätig und, entsprechend des metaphorischen Jobtitels, verantwortlich für den Unterhalt und Betrieb der Beschneiungsanlagen in einem der grössten Skigebiete der Schweiz

Der Schneeverantwortliche

Der 63-jährige Balzer Arpagaus arbeitet für die Weisse Arena Bergbahnen AG in Laax als „Frau Holle“ und ist entsprechend des metaphorischen Jobtitels verantwortlich für den Unterhalt und Betrieb der Beschneiungsanlagen in einem der grössten Skigebiete der Schweiz. Dass zur Bewältigung einer solchen logistischen Mammutaufgabe die Digitalisierung eine Rolle spielen könnte, ahnt man schnell: Balzer Arpagaus musste sich seit Beginn seiner Tätigkeit im Jahre 1986 laufend informieren, um „à jour zu bleiben in einem Bereich, in dem eine riesige Entwicklung von keiner Automatisation hin zur Vollautomatisation stattgefunden hat.“

Effiziente Schneedistribution

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Die künstliche Beschneiung von Skigebieten ist ein verhältnismässig neues Phänomen und hat sich im Arbeitsgebiet von Balzer Arpagaus interessanterweise ungefähr im selben Zeitraum (und ähnlich rapide) entwickelt wie das Internet. Die erste Scheeanlage wurde in Laax im Jahre 1993 gebaut und während damals noch „jede Maschine manuell gestartet, reguliert und eingestellt“ werden musste, kann heute „über ein bestehendes Netzwerk von jedem Standort aus jede Schneekanone gesteuert werden. Die Schneekanonen besitzen eine eigene Intelligenz, regulieren sich selbst und schalten bei Problemen automatisch ab.“ Ein eklatanter Unterschied, der auch von Balzer Arpagaus eine berufliche Umorientierung verlangte. Er startete bei der Weissen Arena Bergbahnen AG als Mechaniker, der auch nachts Sicherheitstouren durch das Skigebiet machen musste und arbeitet heute in einer Verantwortungsposition mit den neuesten Technologien, die es ihm erlauben, „mehr als 150 Schneekanonen simultan zu bedienen und zu überwachen.“ Um sich die Effizieenzsteigerung zu vergegenwärtigen, die die Digitalisierung in diesem Bereich ermöglichte, erwähnt Balzer Arpagaus auch noch den Vergleichswert aus dem Jahre 1993. Damals waren es 15 Schneekanonen, die gleichzeitig betrieben werden konnten. Die Fähigkeiten, die der 63-jährige zur Bewältigung der neuen Herausforderungen benötigte, hat er sich durch vom Arbeitgeber finanzierte Kurse und Besuche anderer Resorts mit Vorbildfunktion angeeignet. Es waren „kleine, kontinuierliche Schritte, die Liebe zum Beruf und das Interesse an technischen Abläufen“, die ihn in seine heutige Position führten, die er nun schon seit über 15 Jahren bekleidet. Wenn also das nächste Mal die Skiferien anstehen, sorgt in Laax erneut Balzer Arpagaus für die optimalen Verhältnisse, falls die andere Frau Holle nicht genügend Schnee liefern sollte.

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