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Andreas Märki, Valora Schweiz AG

Andreas Märki, Valora Schweiz AG

  • Andreas Märki hat nach 14 Jahren als Mechaniker einen völlig neuen Weg eingeschlagen
  • Mit einer solch radikalen Zäsur gehen natürlich einige Herausforderungen einher
  • Um in einem solchen Vorhaben Erfolg zu haben, ist Disziplin genauso nötig, wie die Bereitschaft, kurzfristig Abstriche zu machen, um langfristig davon zu profitieren

Hoher Einsatz, grosse Gewinn

Andreas Märki ist ein glücklicher Mensch geworden. Bevor es dazu kommen konnte, musste er allerdings einige Entscheidungen fällen, deren potenzielle Konsequenzen eine enorme Tragweite hatten. Der gelernte Mechaniker hat nach 14 Jahren in diesem Beruf realisiert, dass er sein Leben „nicht in der Werkstatt verbringen möchte“, sich neu orientiert und einen völlig neuen Weg eingeschlagen. Eine Erfolgsgeschichte, die zeigt was möglich sein kann, wenn man gewillt ist, Risiken einzugehen und einen Schritt zurückzugehen, um mehrere nach vorne zu machen. Eine Erfolgsgeschichte von jemandem, der in seinem alten Beruf in der Fertigung Metallteile bearbeitet hat und nun als „Mobile Developer bei Valora die Zukunft des Retails in der Schweiz mitgestaltet.“

„Ein Schuss ins Blaue, der voll ins Schwarze getroffen hat“

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Natürlich gehen mit einer solch radikalen Zäsur im eigenen Lebenslauf einige Probleme und Herausforderungen einher, die manche davon abhalten könnten, diesen Weg überhaupt erst einzuschlagen: ein finanzielles Risiko ist nicht von der Hand zu weisen, ebenso die Schwierigkeit, nach langer Zeit im Beruf nochmal regelmässig die Schulbank drücken und sich in ein völlig neues Thema einarbeiten zu müssen. Doch wie lohnend es sein kann, eine solche 180-Grad-Wende zu vollziehen, zeigt Andreas Märkis Beispiel eindrucksvoll, wenn er sagt, dass sich sein Arbeitsleben in dramatischer Weise verändert habe: „Ich konnte mir zuvor gar nicht vorstellen, dass man gerne zur Arbeit gehen kann und nun könnte ich mir nur schwer einen schöneren Job vorstellen.“ Um in einem solchen Vorhaben Erfolg zu haben, ist Disziplin genauso nötig, wie die Bereitschaft, kurzfristig Abstriche zu machen, um langfristig davon zu profitieren. Andreas Märki musste zum Beispiel mit 36 temporär zurückziehen zu seinen Eltern, um ein erstes Praktikum als Softwareentwickler zu absolvieren und sich so langsam auf dem Markt zu etablieren. Vor diesem Praktikum stand die Zertifizierung zum Informatiker HF, die er neben seiner Arbeit als Mechaniker bei der ABB vollzog und sogar von seinem damaligen Arbeitgeber unterstützt wurde: „Ich habe die Möglichkeit erhalten mein Pensum auf 80 % zu reduzieren, und die ABB hat sich bereiterklärt die vollen Kosten der Ausbildung zu übernehmen. Es war nicht ganz einfach, nach über zehn Jahren wieder die Schulbank zu drücken und gleichzeitig in der Werkstatt im Schichtbetrieb zu arbeiten. Das Gefühl die Gestaltung der eigenen Zukunft wieder in der Hand zu haben hat mich jedoch unheimlich motiviert.“ Auch wenn Andreas Märkis Entscheidung letztendlich mit Erfolg gekrönt war, gehören zu solchen radikalen Veränderungen auch Rückschläge, die es gilt, wegzustecken und daran zu wachsen: „Der Einstieg in die Informatik hat sich für mich als unerwartet schwierig gestaltet. Trotz akutem Informatikermangel und meinem Diplom war ich nach dem Studium eine Zeit lang arbeitslos und musste dutzende Bewerbungen schreiben.“ Doch es ist ihm gelungen in nur vier Jahren etwas für ihn völlig Neues zu lernen und mit diesen Kompetenzen einen neuen Job zu finden, der ihn erfüllt und vom „Leidensdruck“ seines vorherigen Berufes befreite: eine Geschichte, die allen Mut machen sollte, denen bislang möglicherweise für eine solche Entscheidung ebendieser Mut fehlte.

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